FAQ – Häufige Fragen

Architektur

Wie setzt sich AdAptiv zusammen?
AdAptiv ist ein gemeinschaftliches und generationsübergreifendes Projekt, das insgesamt 91 Menschen Platz bieten kann. Aktuell (April 21) sind 52 Erwachsene engagiert, dazu kommen mindestens 20 Kinder.

Welche Altersstruktur soll die Gesamtgruppe haben?
Damit die Mischung auch wirklich gelingt, haben wir drei Altersgruppen festgelegt: Bis 30, 30 – 50 und über 50 Jahre. In allen drei Gruppen ist noch Platz!

Ist das Gebäude barrierefrei?
Wir streben möglichst barrierearmes bis barrierefreies Wohnen an, um den Bedarfen der geplanten Bewohner:innen zu entsprechen. Eine durchgängige Barrierefreiheit wird aus Bestands- und Kostengründen jedoch nicht möglich sein.

Welche Gemeinschaftsflächen sind geplant?
Das Erdgeschoss entlang der Mertonstraße (ca. 400m²) ist mit größeren und höheren Räumen ausgestattet, die sich insbesondere für größere Gruppen eignen. Sie werden für Hausversammlungen, Feiern, Veranstaltungen genutzt, aber auch für externe Nutzungen angeboten (z.B. Speisesaal, Gesellschaftsraum, Bibliothek). Die Untergeschosse werden aufgewertet und können z.B. für CoWorking, Werkstätten, Ateliers, Seminarräume oder Yoga-/MeditationsRäume genutzt werden. Ein direkter Zugang von außen ist zum Teil über Tiefhöfe oder abgetrepptes Gelände möglich. Raum für Begegnung und Kommunikation bieten auch die Erschließungsflächen, z.B. die überbreiten Laubengänge auf der Hofseite der Gräfstraße (EG – 3.OG), die Treppenhäuser und Wohnungszugänge auf allen Obergeschossen – und die Dachgärten! Die Cluster verfügen darüber hinaus über eigene gemeinschaftliche Wohnbereiche (Küche, Wohnbereich).

Welche Wohnformen wird es geben?
Die Bedürfnisse der Bewohner:innen sind verschieden und wandeln sich. Auch deshalb planen wir mit einer Kombination aus Clusterwohnen, WGs, Apartments und Familienwohnungen. Eine definitive Aufteilung der Wohnungen mit genauer Flächenangabe gibt es noch nicht. Klar ist jedoch: Im Wesentlichen werden die Gruppenmitglieder die Cluster beziehen.

Was, wenn sich der Raumbedarf ändert?
Zum Beispiel kann aus einer Einzelwohnung auch eine Familienwohnung werden. Wir arbeiten an einem Raumprogramm, um die Bedürfnisse der Gruppe zu festigen und Potentiale im Bestand entwickeln zu können. Es kann also nicht genau gesagt werden, welche Wohnung welchen Zuschnitt haben wird. Aber die Planung wird so angelegt, dass diese zukunftsfähig bleibt und das bedeutet auch genügend Platz für Familien.

Was ist ein Cluster?
Diese Bauform bietet die Option auf Privatheit in kleineren Wohnungen (mit Bad und evtl. kleiner Küche), die in Gemeinschaftsflächen eingebunden sind. Gemeinsame Küche, Wohnzimmer oder auch Arbeitsräume bieten die Option auf Gemeinschaft und Begegnung. Clusterwohnen heißt auch: platzsparend wohnen. Unser Ziel ist es, unter dem aktuellen Frankfurter Durchschnitt für Wohnflächenverbrauch zu bleiben. Das heißt, dass wir im Durchschnitt mit weniger als 37 Quadratmetern Wohnfläche pro Person – inklusive Gemeinschaftsflächen – auskommen.

Was ist der Unterschied zwischen WG und Cluster?
In einer Clusterwohnung hat jede Einheit ein eigenes Bad, es gibt auch die Möglichkeit für eine eigene kleine Teeküche.

Finde ich auch beim Cluster-Wohnen Ruhe, wenn ich mich zurückziehen möchte?
Privatsphäre ist uns ein wichtiges Anliegen. Wir achten auch auf gute Dämmung zwischen den Bereichen. So sind die Türen zu den Privaträumen Wohnungstüren und zum Schlafbereich ist immer noch einmal eine weitere Tür geplant.

Wie organisiert sich ein Cluster (Nutzung der gemeinsamen Räume)?
Das wird ausgehandelt zwischen den Bewohner:innen, die sich dort zusammenfinden.

Wie viel Personen leben in einem Cluster?
Aktuell kann man davon ausgehen, dass ein Cluster aus 3 – 6 Privateinheiten bestehen wird. Eine Privateinheit funktioniert wie eine individuelle eigenständige Wohnung und kann von einer Einzelperson, einem Paar oder einer Familie bezogen werden. Die Gemeinschaftsflächen innerhalb des Clusters werden dann von mindestens 6 und maximal 13 Personen geteilt werden.

Was heißt 37 m² im Durchschnitt?
Ein einfaches Rechenbeispiel zeigt, dass diese Zahl wirklich nur ein Durchschnitt ist. Eine Familie mit 2 Kindern wird weniger als (4 x 37 =) 148 m² benötigen (und bezahlen können). Eine Einzelperson braucht evtl. etwas mehr als 37 m². Die Bedarfe der einzelnen werden wir zusammentragen und gemeinsam eine Verteilung erarbeiten, die zugleich platzsparend und angemessen ist.

Wie ist das anteilige Verhältnis der Privaträume zur Gemeinschaftsfläche?
Noch entwickeln wir einen entsprechenden Schlüssel zum prozentualen Anteil der Gemeinschaftsflächen. Jede:r einzelne kann dazu beitragen: Je weniger Fläche individuell gebraucht wird, desto mehr Fläche steht zur vielfältigen Nutzung für die Gemeinschaft zur Verfügung.
Unterstützt wird dies durch geschickte und an Gemeinschaft orientierter Architektur. Der Fokus liegt auf Begegnungsmöglichkeiten und einer vielfältigen, flexiblen Nutzbarkeit der Räume und Gemeinschaftsflächen. Aber eins wissen wir bereits heute: Der Luxus entsteht bei uns durch Teilen!

 

Gemeinschaft

Wie werden in der Gruppe Entscheidungen getroffen?
Soziokratisch

Was ist Soziokratie?
Soziokratie ist ein Entscheidungs- und Organisationsmodell, welches für eine gemeinschaftsfördernde Kultur steht: Alle Mitglieder der Gemeinschaft entscheiden mit, ihre Argumente werden gehört und fließen mit ein. Entscheidungen werden im Konsent getroffen. Das bedeutet, dass es keinen schwerwiegenden, sachlich begründeten Einwand gegen einen Vorschlag gibt. Beschlüsse müssen nicht perfekt sein – “Gut genug für jetzt und sicher genug um es auszuprobieren.”

Werden im Projekt noch aktive Leute gebraucht?
Ja, wir freuen uns über aktive Teilnahme. Für Neuankömmlinge erleichtert aktive Mitarbeit auch den Einstieg und die Mitgestaltung des Projekts.

Wie kann ich die Menschen von Adaptiv näher kennenlernen?
Durch die Teilnahme am Plenum und an Workshops, Treffen auf unserem WonderMe-Account, Mitarbeit in den Arbeitskreisen, Teilnahme an analogen Treffen (wenn sie wieder möglich sind)

Wie kann ich mich aktiv einbringen?
Durch die Teilnahme am Plenum und den Workshops, Treffen auf unserem WonderMe Account, Mitarbeit in den Arbeitskreisen, Teilnahme an analogen Treffen (wenn sie wieder möglich sind)

Muss ich Fachwissen für die Mitarbeit in einem Arbeitskreis mitbringen?
Wichtig für die Mitarbeit ist euer Engagement. An erster Stelle stehen  Lust und Leidenschaft :). Wenn ihr euch mit Qualifikationen einbringen möchtet, so sind auch diese herzlich willkommen.

Wieviel Stunden in der Woche sollte ich für die Mitarbeit bei Adaptiv einplanen?
Das entscheidet jede:r selbst nach den eigenen Möglichkeiten und der individuellen Lebenssituation.

Wer entscheidet über eine Vereins- bzw. Genossenschaftsaufnahme?
Voraussetzung für eine Aufnahme in den Verein ist die aktive Mitarbeit über einen längeren Zeitraum (3 Monate). Über den Aufnahmeantrag  entscheidet dann die Mitgliederversammlung (die mindestens einmal im Jahr stattfindet,  plus je nach Bedarf). Der Ablauf für die Aufnahme in der Genossenschaft ist noch offen. Die Genossenschaftsgründung ist in Vorbereitung.

Wann muss ich mich verbindlich für den Einzug in das Wohnprojekt entscheiden?
Derzeit gib es noch keinen genauen Zeitpunkt zur Entscheidung; aktuell ist das Wohnprojekt in der Entstehung, die Genossenschaft in Gründung und die Einzelheiten in der Entwicklung.

Ich habe Interesse am Projekt, aber aktuell keine Zeit mich zu engagieren. Wie kann ich mit Adaptiv in Verbindung bleiben?
Das ist eure Entscheidung nach den eigenen Möglichkeiten und der individuellen Lebenssituation. Wichtig und gut wäre, Interesse aktiv kundzutun, um im “Verteiler” und im Kontakt zu bleiben. Aktuelle Infos finden sich auch auf der Website.

Was bedeutet solidarische Landwirtschaft konkret im Alltag der ADA-Bewohner:innen?
Die Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) ist eine Form, die den Landwirten über die Mitgliedschaft von Verbrauchern den Landwirten feste Abnahme garantiert. Es soll eine Zusammenarbeit mit einer SoLaWi geben, aber es gibt derzeit noch keine konkreten Partnerschaften.

Ich möchte nicht einziehen, aber das Projekt unterstützen. Was kann ich tun?
Dazu gibt es die Möglichkeit, Direktkredite zu geben oder Fördermitglied zu werden. Siehe Mitfinazieren

Was ist los im Projektbüro? Kann man da hingehen?
“Einfach hingehen” ist derzeit leider noch nicht möglich. Informationen zur Nutzung und evtl. Zeiten folgen.

 

Genossenschaft und Finanzen

Welche Rechtsform hat das Projekt?
Das Projekt wird als Genossenschaft realisiert, die Genossenschaft ist derzeit in Gründung.

Wie wird das Projekt finanziert?
Die Finanzierung setzt sich aus unterschiedlichen Bausteinen zusammen. Diese sind unter anderem Anteile der Mitglieder, Nachrangdarlehen von Unterstützer:innen, unterschiedliche Fördermittel und einem Kredit von der Bank. (Link auf mitfinanzieren)

Wie hoch ist der finanzielle Eigenanteil? Wie viel Geld muss ich mitbringen?
Für den Eigenkapitalanteil streben wir 25% der Gesamtinvestitionskosten an – also etwa 4 Mio. Euro. Jedes Mitglied muss Pflichtanteile zeichnen, um Mitglied werden zu können. Wenn man wohnen möchte, kommen noch wohnungsbezogene Pflichtanteile hinzu. Das genaue Verfahren ist noch in der Abstimmung.

Welche Möglichkeiten gibt es, wenn ich das Geld nicht habe?
Wir möchten auch aktiv mitarbeitende Interessierte, die noch nichts einlegen können, mitnehmen. Es gibt einige Möglichkeiten für private Lösungen oder Förderkredite, z.B. bei der KfW.  Derzeit arbeiten wir noch an den Möglichkeiten.

Was ist ein Nachrangdarlehen?
Nachrangdarlehen sind „nachrangige Kredite“. „Nachrangig“ sind sie, weil sie im Fall einer Insolvenz erst bedient werden, wenn andere Gläubiger bedient worden sind.

Was ist die Anhandgabe?
Die Zeit, in der die Gruppe alles für den Erwerb der Liegenschaft Notwendige erledigt haben muss, bzw. die für den Erwerb notwendigen Voraussetzungen erfüllt. Falls es keine Verzögerungen gibt, endet sie im Februar 2022.

Wann wird der Genossenschaftsanteil fällig?
Der Pflichtanteil für die Mitgliedschaft wird mit der Aufnahme in die Genossenschaft fällig. Die wohnungsbezogenen Pflichtanteile werden vor Einzug fällig. Die Satzung, in der die Einzelheiten geregelt sind, wird derzeit erarbeitet.

Welcher Mietpreis ist angedacht?
Unter den zum Zeitpunkt der Bewerbung vorliegenden Bedingungen haben wir einen Quadratmeterpreis von 14,80€/qm/Monat – im Durchschnitt errechnet.

Was wird aus meinen Anteilen bei Auszug oder Tod?
Die Anteile werden zurückgezahlt. Dazu gibt es entsprechende Fristen. Genaueres regelt die Genossenschaftssatzung, die derzeit erarbeitet wird.